Arbeitsgemeinschaft

Bahnen und Bergbau e.V. Bad Ems

 

Nachbericht Barbaramarsch 2011bbm2011_flöck1

Am 4. Dezember ist Barbaratag, der Festtag der Bergleute. Die Bad Emser Arbeitsgemeinschaft Bahnen und Bergbau e.V. nimmt dies zum Anlass um seit 16 Jahren die Fußwege der Bad Emser Kumpel von ihren Wohnorten zur Arbeitsstätte auf der Emser Hütte nachzugehen – zur „Frühschicht“, in allerhergotts Frühe! Dieser „Barbaramarsch“ startete nun von Braubach. Punkt 3.00 Uhr trafen sich die Frühaufsteher (oder auch Nicht-Schläfer) am Parkplatz der Blei- und Silberhütte. Braubachs Stadtoberhaupt Joachim Müller war „vor Ort“ um den „Startschuss“ zu geben und die Wanderer auf die 12 Kilometer lange Strecke zu schicken. Die Temperaturen waren angenehm und der vom Wetterbericht angekündigte Sturm blieb aus. Kein Tropfen Regen! Zünftig gekleidet und mit allerlei Geleucht bewaffnet stapften 45 Beinpaare in die Nacht hinein. Der Streckenverlauf: ein kurzes Stück über die Straße Richtung Hinterwald, dann auf den Bahndamm der ehemaligen Nassauischen Kleinbahn bis zur Station Zollgrund. Von dort ging es stramm bergauf bis in die Nähe des Lahnsteiner Forsthauses. Nach Überquerung der Straße Forsthaus-Becheln führte die Route über einen Waldweg in Richtung des Hofes Neuborn. Am Hof vorbei ging es parallel zum Limesverlauf am Wachturm 2/2 entlang über die Zufahrt zum Wintersberg wieder hinunter ins Braunebachtal. Ein Weg entlang des Baches brachte die „Nachteulen“ zur Sankt-Michaels-Siedlung und in die Wintersbergstraße. Die noch schlafende Stadt Bad Ems war erreicht. Einige Zecher auf dem Nachhauseweg wunderten sich mächtig über die marschierende Menschenschlange in der Römerstraße, die an einem „Blaulichteinsatz“ vorbei in die Bleichstraße einbog und dann dem Zielpunkt entgegenstrebte. In knapp unter drei Stunden war es dann geschafft! Das Vereinslokal „Zur Kreuzmühle“ erreicht und somit auch der Lohn der Anstrengung: dampfender Kaffee, leckere Brötchen und herzhaftes Rührei. Gegen sieben Uhr brachte ein Bus der Firma Modigell die Barbaramarschierer wieder zu ihren Fahrzeugen nach Braubach zurück.

Alles in allem war der Barbaramarsch 2011 eine runde Sache. Ein herzliches Dankeschön dem Unternehmen „BSB Recycling GmbH“ für die Erlaubnis zur Nutzung des Firmenparkplatzes.

Einziger Wermutstropfen war ein Verbot der Waldwegnutzung durch die gräflich von Kanitzsche Forstverwaltung. Ein einzigartiger Vorgang in der Geschichte des Barbaramarsches! Aber es gibt ja zum Glück noch Alternativwege! Für 2012 ist Misselberg als Startort angedacht.

Frank Girmann

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Die bisherigen Barbaramärsche  (in Klammer Wochentag/Teilnehmerzahl):

1996 Welschneudorf (Di/13), 1997 Oberelbert  Do/17), 1998 Becheln (Fr/18), 1999 Eitelborn (Fr/103), 2000 Zimmerschied  (Mo/53), 2001 Arzbach (Di/62), 2002 Dausenau (Mi/93), 2003 Frücht (Do/56), 2004 Sulzbach (Sa/115), 2005 Kadenbach (So/77), 2006 Hömberg (Mo/82), 2007  Nievern (Di/54), 2008 Nassau (Do/62), 2009 Friedrichssegen (Fr/60), 2010 Kadenbach (Sa/109), 2011 Braubach (So/45).