Loktransport zum Emser Bergbaumuseum.

Das Emser Bergbaumuseum und dessen Bahnanlage konnte kürzlich eine 5,5 Tonnen schwere Akku-Grubenlokomotive aus dem Ruhrgebiet erwerben. Die Maschine des Dortmunder Herstellers Bartz wurde 1956 an das Steinkohlenbergwerk „General Blumenthal“ in Recklinghausen geliefert und war dort bis etwas 2004 als Abbaulokomotive im Einsatz. Nach Ausmusterung waren die Wittener Muttenthalbahn sowie die Dampfkleinbahn Mühlenstroth bei Gütersloh weitere Stationen. Vergangenen Freitag sorgte das Lahnsteiner Spezialtransportunternehmen Dehe für eine reibungslose Reise an die Lahn. Die Lok ist teilweise schon technisch aufgearbeitet. Die weitere Instandsetzung werden die Bahnspezialisten des Emser Bergbaumuseums vornehmen. Das Fahrzeug soll zukünftig auf der geplanten Fahrstrecke den Personenzug ziehen. Diese Fahrten sollen u.a. während der sonntäglichen Museumsöffnungszeiten angeboten werden. Hierfür ist die nun beschaffte Maschine mit ihrem geräuscharmen Elektroantrieb bestens geeignet.

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Auf einem Lahnsteiner Spezial-LKW erreichte die Akkulok das Emser Bergbaumuseum. Foto: Frank Girmann

Pumpen fürs Emser Bergbaumuseum

Durch glückliche Umstande, das freundliche Entgegenkommen der Verbandsgemeindewerke Bad Ems und der Bereitschaft von Wassermeister Christoph Specht kann das Emser Bergbaumuseum zwei komplette mehrstufige Wasserhaltungspumpen der Grube Mühlenbach übernehmen. Diese, sowie die zugehörige Ex-geschützte Schaltanlage, taten lange Jahrzehnte in einem Betriebsgebäude am Mundloch des Nieverner Stollens (heute Fachbacher Stollen) Dienst. Die Pumpen wurden am 13.11.2010 von allen Anschlüssen und den Sockeln gelöst und sollen ans Museum transportiert werden, wo sie das Thema “Wasserhaltung” in den Bergwerken bereichern sollen. Die Demontage der gewichtigen Teile gestaltete sich erfreulich leicht (ein Motor wiegt allein schon 800 kg).

Der 2 870 Meter lange Stollen wurde zur Vereinfachung der Wasserhaltung und Förderung vom Grubengebäude am Heinrich-Schacht Richtung Lahntal getrieben und am 9. Februar 1945 durchgeschlagen. 1950 verpflichtete sich die Stolberger Zink AG zur Lieferung von Wasser aus dem Stollen zur Versorgung der Gemeinde Arzheim. Auch Arenberg profitierte hiervon. Hierzu wurde die Pumpanlage am Stollenmund installiert. Die Aggregate stammen höchstwahrscheinlich aus dem Grubenbetrieb.

Fotos: Frank Girmann

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